Aktualisiert 19.03.2004

CONCORDIA, Rheinschiff des Georg Esser aus Worms, von 1818

Horst Parchatka

Modell eines Rheinschiffes, rekonstruiert nach einem Vermessungsbericht des Rheinschifffahrtsinspektor Ockhardt vom 6. Februar 1818. Das Schiff hatte eine Länge von ca. 32,00 m, eine Breite von ca. 4,95 m, einen Leertiefgang von 0,50 m und eine Abladetiefe von 1,25 m, sowie ca. 1,00 m Freibord, so dass die Seitenhöhe ca. 2,75 m betrug.


Die Bauart der CONCORDIA folgt der Schiffbautradition des am Oberrhein beheimateten OBERLÄNDERS. Die oben eingezogene Spantform mit direkt auf der Bordwand ohne innenbordigen Laufgang ( holländischer Gang) und auf der Bordwand aufliegenden Ladeluken unterscheiden das Schiff wesentlich von der zur gleichen Zeit aufkommenden DORSTENER AAK. Der innenbords fehlende Laufgang wurde durch außen am Schiff angebrachte Laufbretter ersetzt.

Ein weiteres Merkmal der oberrheinischen Herkunft sind die Kajütenfenster im Heck des Schiffes. Die Takelung des Großmastes mit Spriet und Greelband (lose Befestigung des unteren Ende des Spriets mit Tauen und einem um den Mast gelegten Metallband) wurde von mir auf Grund ähnlicher Abbildungen von Rheinschiffen gewählt. Die Fahne am Ruderkopf mit dem Wormser Wappen entspricht höchst wahrscheinlich nicht dieser Schiffbautradition. Das Modell ist im Maßstab 1:100 gebaut worden.

Literatur:
Horst Parchatka, CONCORDIA Rheinschiff des Georg Esser aus Worms, Anno 1818,
in DAS LOGBUCH, 37. Jg. 2001, Heft 2, S. 81-92. ISSN 0175-7601

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