Aktualisiert 25.02.2018

Slawenboot BIALY KON

Klaus Plonus

Freilichtmuseum „Groß Raden“

Bei einem Urlaub auf Rügen besuchten wir auch das Freilichtmuseum in Groß Raden. Dort fanden wir einen Nachbau eines slawischen Bootes von 977 n. Chr. dass man 1993 mit vier weiteren Booten an einem frühmittelalterlichen Handelsplatzes bei Ralswiek auf Rügen entdeckte. Nach der Konservierung der Funde begann man 1996 mit dem Nachbau des zweiten Bootes im Freilichtmuseum Groß Raden unter Einsatz alter Techniken und historischen Materials. 1998 wurde das fertige Boot auf den slawischen Namen BIALY KON (Weißes Pferd) getauft. Mit ihm wurden anschließend viele Versuch – und Erprobungsfahrten unternommen.

Fundbericht © Landesamt für Kultur u. Denkmalpflege in MV

Da mich dieses Boot interessierte, machte ich viele Fotos davon und schrieb mir die wichtigsten Maße auf.
Zu Hause suchte ich dann nach entsprechender Literatur und wurde fündig.
Im Logbuch 1998 Heft 4 (Volker Westphal, BIALY KON, Der erste Nachbau des Bootsfundes Ralswiek 2 von der Insel Rügen, S.161-167) fand ich eine Bericht über die gefundenen Boote.

Rekonstruktionszeichnung von Jochen von Fircks in: Der Nachbau eines altslawischen Bootes

Ein weiteres Buch war: Jochen von Fircks, Der Nachbau eines altslawischen Bootes. Ein archäologischer Fund wird seetüchtig (= Archäologie in Mecklenburg-Vorpommern 1, Herausgegeben vom Landesamt für Bodendenkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern durch Friedrich Lüth und Peter Ettel), Lübstorf 1999. In diesem Buch waren auch die Zeichnungen die ich zum Bau des Modells benutzt habe. Das Modell wurde im Maßstab 1:15 angefertigt.

Original in m   Modell in mm
Länge 9,05 604 mm
Breite 2,54 170
Höhe 7,23 482
Tiefgang   0,33/0,45 22/30


Als Material wurde überwiegend Buche benutzt, lediglich die rund 2.200 Holznägel von weniger als einem Millimeter wurden aus Peddigrohr hergestellt.
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