Aktualisiert 04.10.2018

Die Jahrestagung des Arbeitskreises historischer Schiffbau e.V. 2018 in Wilhelmshaven

Text und Fotos: Klaus Lingenauber

Minenjagdboot WEILHEIM

Die alte Marinestadt Wilhelmshaven war in diesem Jahr Treffpunkt zur Jahrestagung des Arbeitskreises. Kaiser Wilhelm I. veranlasste 1869 den Bau einer Marinebasis an der Nordwestküste des Jadebusens. Die Stadt erlebte als weitläufiger Kriegshafen und Standort der Kaiserlichen Werft ihre Blüte vor dem Ersten Weltkrieg.


Am Freitag, den 28. September fanden sich schon viele Teilnehmer mit einigen Ihrer Partnerinnen zum gemütlichen Beisammensein im Hotelrestaurant ein. Es wurde in geselligen Runden gefachsimpelt und geplaudert.

Im Vortragssaal

Höhepunkt war am folgenden Tag der Besuch des Deutschen Marinemuseums. Im dortigen Vortragssaal fanden vier sehr gute Vorträge statt. Es ging zunächst um Neuigkeiten zur Entwicklung des Deutschen Hafenmuseums in Hamburg und insbesondere um die künftige Rolle der Viermastbark PEKING in diesem Konzept. Danach gab es einem Filmvortrag mit Aufnahmen aus den 1920er Jahren in denen eindrucksvoll eine Kap Hoorn Umrundung der PEKING gezeigt wurde. Im dritten Vortrag wurden die Möglichkeiten und Schwierigkeiten zum Erhalt der Museumsschiffe im Deutschen Marinemuseum erläutert. Die Entwicklung des französischen Wassersports im 19. Jahrhundert auf dem Fluss Seine war Thema des letzten Beitrages.

Nach der Mittagspause folgte die eigentliche Jahreshauptversammlung mit der Wahl eines neuen Vorstandes. Die sich zur Wahl gestellten Mitglieder konnten in ihre ansgestrebten Ämter gewählt werden. Den scheidenden Vorstandsmitgliedern wurde für ihren langjährigen und fruchtbaren Einsatz gedankt. Die Versammlung war gut besucht.

Im Marinemuseum

Zwischendrin gab es Gelegenheit das Museum zu besuchen. Die herausragensten Exponate sind hier natürlich die vielen Originalschiffe, welche bei herrlichstem Sonnenschein betreten werden konnten. Aus jeder Flottille der ehemaligen Bundesmarine ist ein Vertreter vorhanden. Der Lenkwaffenzerstörer MÖLDERS ist natürlich das Glanzstück im Museumshafen. Die Ausstellung im Haus behandelt die Anfänge deutschen Marinestrebens von der Kurbrandenburgischen Marine bis hin zur aktuellen Deutschen Marine im NATO-Bündnis.

Zum Ende der Versammlung konnte noch die Einlaufparade einiger Windjammer in den großen Hafen bewundert werden.

Fraider Modelle im Küstenmuseum

Der nächste Tag stand den Teilnehmern zur freien Verfügung. Einige besuchten beispielsweise das »Küstenmuseum« mit der großen Modellsammlung des inszwischen verstorbenen Altmeisters und Arbeitskreismitgliedes Willy Fraider.

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