Aktualisiert 03.01.2017

Wer sind wir? - Das Profil

Rückblick

Etwa ab 1950 gründeten Schiffsmodellbauer örtliche Vereine, um gemeinsam Werkstätten, Clubräume und Gewässer für Fahrmodelle zu schaffen. Daneben fanden sich überörtlich Modellbauer und Schiffsliebhaber (Shiplover) zur Beschaffung von geschichtlichen Wissen in der "Vereinigung deutscher Schiffsmodellbauer" zusammen. Diese Vereinigung ging in dem 1958 als Dachverband aller Schiffsmodellbauer gegründeten NAUTICUS e.V. auf. Die freundschaftlichen Beziehungen unter den historisch interessierten Schiffsliebhabern blieben bestehen. 1961 fand ein erstes überörtliches Treffen in Mainz statt. Dieses Treffen wird jährlich mit Vorträgen und Zusammenkünften in verschiedenen Städten bis heute fortgeführt und ist gleichzeitig die Jahrestagung und die Jahreshauptversammlung des 1964 in München gegründeten Arbeitskreises historischer Schiffbau e.V.
Daneben gibt es regelmäßig wiederkehrende regionale Treffen in verschiedenen Städten in ganz Deutschland.

Ab 1965 konnte der Verein die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift DAS LOGBUCH herausbringen, die heute von weit über 1000 Mitgliedern in ca. 20 Ländern der Erde gelesen wird.

Ein beachtlicher Erfolg ist die Tatsache, dass Museen und Bibliotheken in Moskau, London, Haifa, New York und vielen anderen Städten diese Zeitschrift beachten und beziehen.

Horst Parchatka

Was machen wir? Ein Überblick

Da Sie diese Homepage lesen, darf ich Sie wohl als einen Interessenten für den Bereich historischer Schiffbau ansprechen. Und da möchte ich Ihnen unseren Arbeitskreis, genauer den Arbeitskreis historischer Schiffbau kurz vorstellen.

Der historische Schiffbau ist ein weites Arbeitsfeld und von einem Einzelnen kaum allein und in seiner Ganzheit zu bewältigen. Deshalb haben sich an dieser Materie Interessierte im Jahre 1964 zusammengeschlossen, um gemeinsam dieses weite Stoffgebiet zu erforschen.

Und so finden Sie denn im Arbeitskreis eigentlich "Fachleute" - man darf sie bei aller gebotenen Bescheidenheit so nennen, auch wenn es meist reine Amateure sind - für fast alle Bereiche des historischen Schiffbaus. Ob Sie sich nun für die Schiffe der Babylonier oder Assyrer, der alten Ägypter, der Griechen und Römer interessieren, ob Sie Drachenboote der Wikinger faszinieren oder ob Sie Näheres über die Entstehung der Hansekogge wissen möchten, ob Sie mehr für holländische Fleuten oder kurbrandenburgische Fregatten, für stolze Dreidecker oder nüchterne Panzerschiffe schwärmen, ob es Ihnen die kaiserliche oder die Reichsmarine angetan hat, ob Sie einen "Windhund der See", einen der alten Schnelldampfer oder einen "rostigen" Trampdampfer nachbauen möchten, ob Sie die Klipperromantik beleben möchten oder sich für die Boote der Ostseeküste interessieren, für all diese Bereiche werden Sie im Arbeitskreis jemanden finden, der gerne mit Ihnen Kontakt aufnimmt und zu einem regen Gedankenaustausch bereit ist.

Mancher Tipp wird Ihnen da gegeben werden, und sicher können Sie auch wieder in mancher bisher ungeklärten Frage uns weiterhelfen. Denn dies ist ein Prinzip des Arbeitskreises: Geben und nehmen, Austausch von Wissen und Erfahrungen, Mitteln und Wegen der Forschung auf dem Gebiet des historischen Schiffbaus.

Doch nicht nur diese direkten, persönlichen Kontakte sind eine - wenn man so sagen darf - "Spezialität" des Arbeitskreises, sondern es gibt auch noch andere Möglichkeiten der Kommunikation, der Information, des Gedankenaustausches.

Der Arbeitskreis gibt viermal im Jahr eine reich illustrierte Zeitschrift heraus, DAS LOGBUCH. Hier veröffentlichen unsere Mitglieder, gleichsam als Ergebnis oft langwieriger Forschungsarbeiten, Arbeiten über ihr Spezialgebiet oder über allgemein interessierende Fragen des historischen Schiffbaus bzw. des Modellbaus historischer Schiffe.

Exakt gezeichnete Pläne oder Reproduktionen aller Unterlagen verschaffen ihnen die gewünschte Anschauung. Sie finden Hinweise über Museen, wichtige Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt, über Schiffsarchäologie, Zeitschriftenaufsätze oder Berichte aus den Bereichen "Schiffe auf Münzen" oder Schiffe auf Briefmarken".

Übrigens wäre vielleicht gerade Ihre Mitarbeit an diesem LOGBUCH sehr fruchtbar. Doch das ist noch nicht alles. Bisher konnten Sie ja nur sozusagen aus der Distanz mit Gleichinteressierten Kontakt aufnehmen. Wenigstens einmal im Jahr haben Sie Gelegenheit, auch persönlich mit demjenigen zusammenzutreffen, den die gleiche Freude an der Sache zu immer neuen Anstrengungen treibt wie Sie.

Der Arbeitskreis veranstaltet alljährlich eine jeweils drei Tage währende Arbeitstagung, meist an Orten, die in einem mehr oder weniger engen Bezug zum Schiffbau oder zur Schiffsgeschichte stehen. Gerade im ersteren Fall ist die Gegenüberstellung von Historie und Gegenwart besonders reizvoll. So z.B. in Kiel oder in anderen Jahren in Lauenburg an der Elbe, in Bremerhaven, aber auch in Berlin, Köln oder Nürnberg, in Hannover oder in München.

Man ahnt meist gar nicht, wo sich überall Bezugspunkte zur Geschichte des Schiffes oder der Schifffahrt finden lassen. Auch hier entwickeln die Mitglieder des Arbeitskreises einen fast schon kriminalistischen Spürsinn im immer neuen Entdecken solcher Bezugspunkte.

Sollten Sie bis zu diesem Punkte durchgehalten haben, haben Sie einen groben Überblick dessen, was Arbeitskreis historischer Schiffbau bedeutet. Sollten Sie es indes genauer wissen wollen, ja dann werden Sie doch einfach Mitglied!

Sie sind herzlich willkommen

Karl-Josef Baum

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