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An der Mündung des Peenestroms, etwa gegenüber dem Hafen Peenemünde,
liegt der Fischereihafen Freest. Die Möglichkeit, den Greifswalder
Bodden und die Ostsee auf kürzestem Wege bequem zu erreichen, haben
dem kleinen Hafen wesentliche Vorteilegegenüber allen anderen Orten
der Region verschafft. So war es auch möglich, dass die EU den
Ausbau des Hafens mit Fördermitteln unterstützte.
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| 12m Kutter FRE 7 |
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Wegen seiner bestehenden Anbindung an die Bahnlinie Greifswald –
Wolgast hatte Kröslin neben Wolgast Anfang des 20. Jh. den Vorrang
in der Region. Zu dieser Zeit war der Hafen in Freest noch ein
unbedeutender Stichgraben. Die Bootswerft Jahrling befand sich noch
auf dem Bootsbauerberg, fernab jeglichen Wassers und mit den
fertigen Booten wurde die Dorfstraße überquert, um sie ins Wasser zu
lassen.
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| 12m Kutter FRE 30. |
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Heute fahren LKW’s der dänischen Verarbeitungsfirma die Heringsfänge
ab.
In Freest sieht man die kleine Flotte der 12m – Kutter, die täglich
zum Fang ausfahren. Auch Strandboote, Heuer in Holz und GFK, sowie
modern gebaute Fahrzeuge ebenso 17m Kutter haben hier ihren
Liegeplatz. Neben den Kuttern sind sehr viele Strandboote von etwa
acht bis neun Metern Länge zu sehen, die mit ihren bis zu 2,50 m
langen Steckschwertern neben den gleich großen Kleinkuttern liegen,
die mit einem Balkenkiel versehen sind.
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| der Netzplatz in Freest |
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Diese kleinen Fahrzeuge sind für die Bodden- und Ostseefischerei
optimal. Die kurzen, sehr heftigen Wellen der Ostsee haben auch in
früherer Zeit den Einsatz größerer Fahrzeuge verhindert. So wurden
für den Deutschen Seefischerei - Verein Ende des 19. Jh. Die
Segelkutter „Memel“ und „Köslin“ von 18 m Länge in Dänemark gebaut,
deren Einsatz aber sehr schnell beendet wurde. Auch wurde ohne
nennenswerten Erfolg versucht mit Tjalken zu fischen.
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| 17m Kutter im Hafen von Freest |
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Altes und Neues sind in diesem kleinen Hafen
nebeneinander zu sehen. So sieht man noch Scheerbretter an den alten
Schuppen stehen, der ehemalige Teerkessel zum „tanen“ der Netze
steht noch abseits im Gebüsch und auch der Netzplatz hat sich nicht
verändert. Reusen aus Baumwollnetzen mit Ringen aus Weidenholz, die
bis zu drei Meter im Durchmesser sein können, finden sich neben
modernen Netzen aus Perlon. |
FRE 9
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Salzhütten, die Älteste ist aus Lehmfachwerk
gebaut und bereits 100 Jahre alt, stehen an der Straße. Hier wurden
früher die Heringe gesalzen, heute dienen sie als Materialschuppen.
Wenn in früherer Zeit die Netze von Hand eingeholt wurden, so
verwendet man heute modernes Fanggeschirr und Winden, die auf fast
allen Booten zu sehen sind.
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| FRE 11 |
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Prägend für den Hafen ist die alte Jahrling –
Werft, die früher für die Region bedeutendste Werft hinsichtlich des
Baus von Fischereifahrzeugen. Hier entstand eine erhebliche Zahl von
Kuttern, Strandbooten, Heuern und Zeesbooten, die bei Jahrling immer
als Zeeskahn bezeichnet wurden. Heute werden lediglich noch
Reparaturen an Fahrzeugen vorgenommen. |
FRE 19
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Der älteste, heute noch in Betrieb befindliche
Kutter der Freester Flotte ist ca. 1920 bei Jahrling gebaut worden.
Im Umkreis weniger Kilometer findet man die Häfen von Karlshagen und
Peenemünde, die ebenfalls als Liegeplatz für die kleinen
Fischereifahrzeuge dienen, um von hier aus zu den Fangstellen in der
Ostsee und im Greifswalder Bodden zu fahren |
| FRE 31 |
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FRE 31 Ruderhaus
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Die Ladeluke |
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| Salzhütte in Freest |
altes Scheerbrett |
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| Blechheuer im Hafen Peenemünde |
Der Hafen in Peenemünde |
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| Strandboote im Hafen Peenemünde |
aufgelegtes Strandboot in Zecherin
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