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Boote und Schiffe im Amazonas-Gebiet -- Teil1
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Eberhard Falck |
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Abb.1 Regionale Verkehrsboote am "schwimmenden Hafen" von Manaus |
Aus Anlass einer Dienstreise hatte ich im Jahr 2002 Gelegenheit, mich einige Tage im Amazonas-Gebiet aufzuhalten und dort auch verschiedene Boote und Schiffe zu photographieren. Man sollte meinen, dass im Amazonasgebiet, wie in vielen anderen Entwicklungsländern auch, moderne Werkstoffe und (semi-)industrielle Fertigung den Baustoff Holz verdrängt haben. Holz ist dort immer noch (trotz des Schwinden des Regenwaldes) das meistverwendete Baumaterial für kleine und mittlere Boote und Schiffe. |
Zentral-Amazonien |
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Geht man in Manaus hinunter an den Porto Flutuante, den schwimmenden Hafen, der einst von Eiffel in Paris entworfen, in Europa gebaut und dann zerlegt hierher gebracht wurde, so stellt man fest, daß die meisten der dort anlegenden Boote aus Holz gebaut (Abb. 1) sind. Diese dieselgetriebenen Boote vermitteln den Personenverkehr mit den kleineren und größeren Orten stromab und stromauf von Manaus (Abb.2). |
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Es gibt auch Varianten die zum Transport von Rindern dienen, die auf den Lichtungen des Regenwaldes gehalten werden (Abb. 3 und Abb. 4 ). Die verschiedenen Schlepper sind ebenfalls aus Holz gebaut. Entweder sind sie als Schubboot eingerichtet (Abb.5), oder werden längsseits an die Leichter usw. gelascht. In letzterer Variante werden sie auch als Personen- und Fahrzeugfähren gebraucht (Abb.6). |
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Abb.3 Viehtransporter unterhalb von Manaus |
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Abb.4 Viehtransporter unterhalb von Manaus |
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Abb.5 Schubboot und Viehleichter auf einem Seitenarm |
Abb.6 Schubboote und Leichterfähre (Vordergrund) |
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Abb.7 Die Überreste eines regionalen Verkehrsbootes im Dschungel |
Grundsätzlich scheinen diese Boote alle ähnlich gebaut zu sein: auf einem sehr flachgehenden Rumpf mit scharfem Vor- und Achterschiff bei sehr völligem Hauptspant (Abb.7) erheben sich luftige Aufbauten, die an die der alten Missippidampfer erinnern. Meist ist ein Oberdeck vorhanden und es läuft ein solides Dach von vorn bis achtern durch, um Schutz vor Sonne und Regen zu bieten. Auf diesem Dach ist häufig ein Behälter montiert, der der Wasserversorgung dient (Abb.8). |
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Abb.8 Sonnendeck eines regionalen Verkehrsbootes, man beachte den Wassertank auf dem Verdeck. |
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Für den Bau wird durchgängig Holz verwendet. Ob eiserne Knie o.ä. verwendet werden, konnte ich leider nicht
feststellen. Jedenfalls scheint es kein eisernes Sprengwerk zu geben, so wie es auf anderen flachgehenden
Flussschiffen verwendet wurde. |
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Die Besatzung lebt im übrigen im Freien. Geschlafen wird, wenn nicht an Land, in Hängematten die irgendwo zwischen zwei Balken der Decksaufbauten aufgehängt werden. Dies ist auch die Empfehlung die heute noch
Flussreisenden gegeben wird. Der Antrieb erfolgt offenbar über einen feststehenden Propeller. Um rückwärts zu gehen wird die Maschine umgesteuert. Die Maschine ist durch eine Luke im Hauptdeck zugänglich. |
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