Arbeitskreis historischer Schiffbau e.V.

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Modellbaumesse 2007 am Bodensee 

Bericht:   Michael von Sarnowski                                                             Fotos: I. Obstfelder,  M. von Sarnowski 
                                                                

Vom 1. bis zum 4. November 2007 fand in Friedrichshafen wieder die Modellbaumesse statt. Die Zahl der Besucher stieg von 35000 im vorigen auf 42000 in diesem Jahr. 

Die Freunde des historischen Schiffbaus am Bodensee und der Arbeitskreis historischer Schiffbau e.V. stellten zusammen wieder eine große Anzahl von Modellen dabei aus. 
 
Der 18 m lange Messestand: Links werben DAS LOGBUCH und die Sonderdrucke des Arbeitskreises historischer Schiffbau e. V. für unseren Verein. Sie haben vor lauter Modellen kaum Platz.
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Eine solche Übersichtsaufnahme, auf der man vor lauter Publikum auch die Modelle erkennt, war selten möglich..
Gerhard Hümmler: Konvoischiff WAPEN VON HAMBURG (I), gebaut 1669, begleitete Konvois von Kauffahrteischiffen zum Schutz vor Piraten bis zum 10. Oktober 1683 als ein Feuer an Bord auf die Pulverkammer übergriff. gebaut im Maßstab 1:75.
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 Gerhard Hümmler: Das Heck des russischen Linienschiffes POBEDONOSEZ (TRIUMPHATOR).Es wurde nach den Plänen des Schiffsbauers A. Katasonow am 9.Juni 1778 auf Stapel gelegt und am16. September 1780 zu Wasser gelassen. 1807 wurde es stillgelegt. Modell im M 1:75 gebaut. 
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Gerhard Hümmler: POBEDONOSEZ (TRIUMPHATOR), ca. 1780, M 1:75. Der Spiegel ist im Vergleich mit Kriegsschiffen des 17. Jhs., z. B. SOLEIL ROYAL, wesentlich weniger aufwendig geschmückt.

 Franz Greiner: Holländischer Zweidecker, 1665, gebaut im Maßstab 1:75. 
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 Franz Greiner: Holländischer Zweidecker, 1665, M 1:75

Eric Santos: SEMIRAMIS, ca. 1810, Brigantine, brachte gesalzenen Fisch von den Gründen vor Neufundland in die Mittelmeerländer und nahm Zitrusfrüchte mit zurück. Später auch zum Transport von Sklaven eingesetzt.
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Eric Santos: SEMIRAMIS. Die Brigantine führt am Fockmast Rah- und am Großmast ein Gaffelsegel. Gegenüber den bis dahin rein rahgetakelten Schiffen ist diese Takelage einfacher, so dass sie weniger Personal braucht.
 Eric Santos: SEMIRAMIS. Aus den Öffnungen auf Deckshöhe am Spiegel ragen Riemen. Mit je sechs von ihnen an Back- und Steuerbord konnte man das Schiff bewegen, wenn es sich vor der Küstenwache in einer Flussmündung verbergen musste.
Peter Hoppe: LE REQUIN, 1750, Schebecke, eines von vier Erprobungsmustern dieses kleinen, schnellen Segelschiffstyps arabischen Ursprungs, die Frankreich 1750-51 in Toulon bauen ließ. Sie hat drei Masten, der vordere neigt sich weit vornüber, worin sich die Schebecke hauptsächlich von der Galeere unterscheidet. M 1:75.
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Peter Hoppe: LE REQUIN
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Peter Hoppe: LE REQUIN

 Peter Hoppe: LE REQUIN
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Peter Hoppe: LE REQUIN

Foto im Foto: rechts Arbeitskreismitglied A. Schwarz, wie er Besuchern auf einer anderen Ausstellung sein Modell der SOLEIL ROYAL erklärt.
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Das rechte Ende des 18 m langen Messestandes.
 Der Ostindienfahrer PRINS WILLEM der niederländischen Vereinigten Ostindischen Compagnie aus der Mitte des 17. Jhs., ein bewaffnetes Handelsschiff, gebaut von Gerhard Hümmler, erregt immer wieder die Aufmerksamkeit des Publikums. M 1:75.
 Alois Schwarz: GULNARA, 1834, Raddampfer mit Hilfsbesegelung. GULNARA wurde 1832 in England bei Blackwall auf Stapel gelegt und in Genua am 15. Mai 1835 abgeliefert. Zuerst im Passagierverkehr zwischen Genua und Sardinien eingesetzt. Am 17. März 1861 kaufte sie die italienische Marine als ihr erstes Dampfschiff und setzte sie für den Postdienst zur Insel Elba ein. 1875 wurde sie schließlich aus dem Flottenverzeichnis gestrichen. 
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Alois Schwarz: GULNARA, Vorderdeck mit Bratspill, Ankerkette und Ankern.
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fStaunendes Interesse auch bei den Jüngeren für die Reeperbahn hinter den Kanonenmodellen.

Die Reeperbahn in Aktion, die längste in Oberschwaben und am Bodensee.
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Alois Schwarz: Kanone der SOLEIL ROYAL auf Lafette und mit Zubehör, Messing.

Faszinierend: Wie kommt das Schiff in die Buddel? Den Abstand zwischen der Buddel und der Nasenspitze füllt die Ulmer Schachtel, eine einfache Konstruktion für den Warentransport donauabwärts.
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Zum Fotografieren so nah wie möglich an die Modelle herangehen.

 Alois Schwarz: Ausschnitt von Bordwand und Hauptdeck der SOLEIL ROYAL mit Kanone und anderen Teilen aus Buchsbaum.
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Alois Schwarz: Außenansicht des gleichen Modells.
 Alois Schwarz: LE SOLEIL ROYAL, 1669-71, französisches Linienschiff ersten Ranges mit 104 Kanonen, eines von drei Linienschiffen dieses Namens, Flaggschiff von Admiral Graf von Tourville. Seinen Namen, auf deutsch „Königliche Sonne“, erhielt das Schiff zu Ehren Ludwigs XIV., des Sonnenkönigs.   Alois Schwarz: LE SOLEIL ROYAL, reich durch Schnitzwerk verzierter Spiegel

 

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Stand Dienstag, 01. April 2008