In jedem Buch das sich mit dem Modellbau befasst, gibt es die
Abbildung der Kraeck „gezeichnet“ von dem Meister WA
Dieser Kupferstich wurde 1472 von dem Kupferstecher Willem a Cruce
angefertigt
Diese Darstellung eines Schiffes ist in ihrer Art ungewöhnlich und
lässt die Vermutung zu, das der Zeichner in ihr kein real
existierendes Schiff, sondern die Entwicklung im Schiffbau der
damaligen Zeit aufzeigen wollte.
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Dies ergibt sich aus folgenden Details:
1. Das Schiff ist in zwei Perspektiven gezeichnet. Das Heck in einem
spitzen, das Vorschiff in einem rechten Winkel. Es müsste also eine
abgewinkelte Mittellinie haben.
Ein solches Schiff gibt es aber nicht !
2. Es sind zwei Wantensysteme dargestellt. Das ältere unausgewoben
auf Takel steifgesetzt und das jüngere ausgewoben über Juffern und
Püttings über die Rüsten mit der Bordwand verbunden.
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| Die Zeichnung |
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Ein effektiveres System erfand man nicht, um das alte zu ergänzen,
sondern um es auszumustern !
3. Eine elementare Verbesserung brachte der Übergang von der
Klinker- zur Kraweelbeplankung.
Auch diese Entwicklung wurde
kenntlich gemacht und zwar durch die Pforte in der Bordwand, die an
ihrer linken Seite einen Spant mit der aufgebolzten Planke erkennen
lässt. Zweifelhaft ist, ob diese Pforte tatsächlich vorhanden, oder
lediglich eine zeichnerische Maßnahme war. |
| Probestadium, Kiel und erste Spanten |
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Diese aufgeführten Besonderheiten erhärten die
Vermutung, dass es dem Meister WA in erster Linie darauf ankam an
dem Typ einer Karracke die Entwicklung im Schiffbau darzustellen.
Hat man diese Absicht erkannt und den Stich entsprechend berichtigt,
so ist der erste Schritt zur Rekonstruktion getan.
Es folgte der
experimentelle zeichnerische Entwurf, der in seiner letzten Fassung
mit dem Aussehen der Kraeck übereinstimmte. Um diesem die
entsprechenden Maße zu geben, musste ein Parameter gefunden werden,
der sich schließlich aus der Heckgalerie wie auch aus der Breite der
Planken ermitteln ließ. |
| erste Versuche |
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Es folgte die Erstellung der
Konstruktionszeichnung und für die Formgebung der Kantspanten deren
Abschnürung.
Alles andere, wie die Lage der Barghölzer, die Kastelle, die Kuhl
wie auch die Masten und Takelage ist in dem Stich eindeutig
dargestellt, so dass sie ohne Bedenken mit einbezogen werden
konnten.
Erklärend hierzu die beigefügten Fotos sowie die
Ausführungen im Logbuch 2007, Heft 3 und 4.
Die Modelle sind im Internationalen Maritimen Museum in Hamburg und
im Schifffahrtsmuseum Flensburg ausgestellt. |
| vorläufige Spantenbefestigung |
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| Bugspanten |
von vorn |
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| Spanten |
Spanten und Berghölzer |
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| mit Achterdeck |
der Rumpf |
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| Aufbringen der Planken |
Die Kuhl |
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| das fertige Modell, BB in Hamburg |
das fertige Modell, STB in Hamburg |
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| Das Modell in Flensburg |
Die Beschreibung des Modells in Flensburg |
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| von vorn |
Das Hauptdeck
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