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Ein nicht weniger wichtiger Schiffstyp als die
Schmal- und Weitschiffe war im 17. Jahrhundert die Kaag.
Ursprünglich ein schlankes Schiff mit einem geraden Steven, ähnlich
dem Schokker, wurde der Typ Anfang des 18. Jahrhunderts rund und
breiter gebaut um eine größere Ladekapazität zu erreichen.
Die Kaag zählte damit zur Familie der Tjalken.
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| Rumpf der Kaag. Backbordseite |
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Anfangs fuhr man ein Sprietsegel, genauer gesagt:
ein Hochnocksegel. Später kamen das Gaffelsegel mit der festen
Gaffel und das Gieksegel mit Baum – genannt: der fallende Besan -
hinzu.
Das Sprietsegel war in den Niederlanden lange Zeit das bekannteste
und gebräuchlichste Segel in der Binnen- und Küstenschifffahrt und
wurde zur größtmöglichen Perfektion entwickelt.
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Steuerbordseite. Die Tür am Roof ragt
beim Öffnen über
die Bordwand. |
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An diesem Modell wird dargestellt, wie ein
solches Segel mit Toppsegel getakelt wurde.
Während die Takelung einer Stagfock oder eines Klüvers weitgehend
bekannt ist, gibt es beim Sprietsegel einige Besonderheiten, die es
ermöglichen, von Deck aus das Segel an den Mast dicht zu geien, so
dass der schwere Sprietbaum als Ladebaum genutzt werden konnte, ohne
dass das Segel abgenommen zu werden brauchte. Dafür war eine
Ladetalje angeschlagen.
Das Toppsegel konnte ebenfalls von Deck aus dichtgegeit oder auch
geborgen, d.h. an Deck geholt werden.
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| Das stehende Gut nebst Sprietbaum ist
provisorisch angebracht. |
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| An der Rückseite des Roofs ist das
Bratspill zum Fieren und Aufholen des Spriets zu erkennen. |
Das Sprietsegel ist angeschlagen
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| Das fertige Modell BB |
Das fertige Modell STB |
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| Achterschiff |
Bugansicht |
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| Takelung des Toppsegels |
Konstruktion des Racks am Sprietsegel. |
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