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Dazwischen geraten war aber auch das Buch von Jochen Brennecke, Schlachtschiff TIRPITZ, München 1961.
Dies erschien als Möglichkeit, fernsteuern und historisch bauen zu können. Einen Teich gab es in der Nähe.
Da ich bis dahin noch kein Schiffsmodell gebaut hatte, wurde zum Test im Winter 1970/71 die Santa Maria (von Firma Graupner) gebaut
Wie viel Stunden ich dafür genau benötigte weis ich nicht mehr. Aus dem Prospekt sind aber die Kosten zu entnehmen.
So kostete der Baukasten 26,-DM, der Beschlagsatz 8,75DM, dazu Porenfüller , Klebstoff und Farben.
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Links die Santa Maria auf dem Schrank. Im Schrank sind schwach die
Flugzeugmodelle der Firma Faller im M 1:100 zu sehen
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Ich hatte zwar mit einem weiteren Schiff geliebäugelt, z.B. für die Fregatte Berlin, aus dem 1971 erschienenen Buch , Hoeckel, Risse von Schiffen des 16. und 17.Jahrhunderts, aber Segel anfertigen und Wanten
spannen, -- - irgendwie doch nicht so das Wahre für mich.
Mit fernsteuern war da auch nichts. Historische Segel-Schiffe fernsteuern, so was gab es damals noch nicht, bzw. war mir nicht bekannt.
Es gab zwar Modellbauzeitschriften, die aber nicht überall zu erhalten waren.
Reine Schiffsmodell-Zeitschriften gab es erst 6 Jahre später, wie aus der
folgenden Übersicht zu entnehmen ist.
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links Heft 2 von 1960
rechts ein Heft von 1971Die Modellzeitschriften beschäftigten sich zunächst in einer großen Bandbreite der
Modelltechnik, spezialisierten sich später auf Eisenbahn und Flugzeugbau.
Nach längerer Zeit ohne Schiffsmodellforum brachte das Heft Flugmodell eine Beilage über Schiffsmodellbau.
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Bis es Modellbauzeitschriften nur für den Schiffsmodellbau gab, dauerte noch einige Jahre.
Zuerst auch nur im 2-Monats Rhythmus
Rechts das erste Probeexemplar der Modell-Werft
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Links die Zeitschrift Schiffs-Modell im 11. Jahrgang, also auch schon ab 1977 erschienen, damals im
2 Monats-Rhythmus.
Diese Jahrgänge habe ich 1989 komplett verkauft, so dass hier nicht das erste Heft abgebildet ist.
Rechts das erste Probeheft "Der Schiffspropeller", erschienen August 1985
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Zurück ins Jahr 1971:
Im Antiquariat fiel mir das Buch von Fritz Otto Busch, Schwerer Kreuzer "Prinz Eugen", erschienen 1958, in die Hände.
Vom Namen her gefiel mir das Schiff auf Anhieb, zumal in diesem Jahr, 1971, auch der Bauplan, Schwerer Kreuzer PRINZ EUGEN von Franz Mrva , Theodor Vieweg Verlag, im Maßstab 1:200 herausgebracht wurde.
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Außerdem hatte ich als Unterlagen mittlerweile die Bücher:
Cajus Bekker, Verdammte See, Stallingverlag, 1971
Fritz E. Giese, Kleine Geschichte der deutschen Flotte, o.J.
Jürgen Rohwer, Gerhard Hümmelchen, Chronik des Seekrieges 1939-1945, Oldenburg, 1968
Cajus Bekker, Die versunkene Flotte, Deutsche Schlachtschiffe und Kreuzer 1925-45, Oldenburg, 1967
Erich Gröner, Die deutschen Kriegsschiffe 1815-1945, Band 1, München, 1966
Profile Warship Nr. 6 , KM Prinz Eugen, Heavy Cruiser 1938-1947, Windsor, 1971 |
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Selbstverständlich sollte das Schiff auch fernsteuerbar sein. Aktuell waren noch die Tippanlagen, sie waren nicht gerade
preiswert(4-Kanal ca. 700,-DM), während die Digitalanlagen (ca. 1565.-DM) sehr teuer waren. Ich hatte mir auch schon Informationen zum Bau einer Tipp-Anlage besorgt. Dann erschien in einem Modellbauheft der Plan der Digisix Selbstbau-Propanlage mit 6 Kanälen (TELEPROP). Juni 1973 wurde sie selbstgebaut. Sie kostetet beim Versand Reuter-Elektronik Lübeck mit Zubehör 372,00DM,
Fahrtregler, Ruder-Servo, Motoren, Stecker, Kabel, Akkus, und Ladegerät, 600,00DM zusätzlich.
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| Digisix, Sender, Empfänger, Servo, Genehmigung der Deutschen Bundespost |
dto. Empfänger und Sender zerlegt |
| Zu diesem Zeitpunkt musste noch eine Genehmigung der Deutschen Bundespost zum Errichten und Betreiben einer Funkanlage zur Fernsteuerung von Modellen eingeholt werden. Die Gebühr betrug pro Jahr 10 DM. Der Fahrtregler ist nicht mehr vorhanden - er ist später verraucht.
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Gerade nach Fertigstellung und ersten Fahrten setzte die Diskussion über Hoheitszeichen und Flaggen ein.
Die Darstellung von Hoheitsabzeichen und Flaggen wurden auf Bausätzen und Modellen verboten. Es mussten sogar schon ausgelieferte Baukästen von Flugzeugmodellen etc. geöffnet werden und die mitgelieferten Klebebilder entnommen werden.
Die Fliegerkennung musste entfallen und die Flagge hätte nun auf dem Teich abgedeckt werden müssen.
Was nun? Wie originalgetreu weitermachen?
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