"Fliegende Brücke" von St.Goar von 1696, Seil- oder Gierfähre über den Rhein.
Bereits im Altertum waren stehende, feste Schiffsbrücken bekannt. Diese bestanden aus fest im
Fluss verankerten Schiffen, über die eine Fahrstraße gelegt war. |

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Etwa ab dem 17. Jahrhundert baute man aus zwei Schiffen ein bewegliches Brückenteil, welches mit einem langen Seil oder einer Kette in der
Flussmitte verankert war. Damit das schwere Seil bzw. Kette nicht im Fluss versank und auf dem Grund zu liegen kam, wurden diese durch vorgespannte Nachen über Wasser gehalten. Die Wasserströmung trieb, je nach Ruderstellung, die Schiffe an das gegenüber liegende Ufer. Die Brücke "flog" ohne Kraftanstrengung über den
Fluss. Eine Technik die z.B. heute noch auf der Elbe im Elbsandsteingebirge angewendet wird. |
| Die fliegenden Brücken dienten an Fernstraßen zum schnellen Übersetzen über Flüsse und brachten den Landesherren gute Einnahmen.
Die fliegende Brücke in St.Goar hat hier eine Sonderstellung. St.Goar und die große Festung Rheinfels gehörten zu dieser Zeit dem Landgrafen von Hessen-Kassel, die somit einen Brückenkopf am linken Rheinufer besaßen. Sie
mussten das Militär in der Festung Rheinfels versorgen. Nicht wirtschaftliche, sondern militärische Gründe standen beim Brückenbau im Vordergrund. |
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Außerdem wollten die Landgrafen repräsentieren und schmückten die fliegende Brücke besonders prächtig aus. Die Stadt und die Bürger von St.Goar
mussten Hand- und Spanndienste leisten und durften dafür die fliegende Brücke kostenlos benutzen. Als Dank für den Fährmann brachte man diesem zu Ostern Eier. Ein Brauch, der noch heute in der Form üblich ist,
dass man am Ostermontag die Überfahrt St.Goar - St-Goarshausen mit Ostereiern bezahlen kann. |
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| Bauphase, Deck und Rümpfe einzeln |
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