Aktualisiert 19.01.2015

Modell des Küstenpanzerschiffes Hagen

Wolfgang Bohlayer

Gesamtansicht des Modells

S.M.S. HAGEN wurde als drittletztes Schiff der insgesamt 8 Schiffe umfassenden Serie der Küstenpanzerschiffe der SIEGFRIED - Klasse am 2. 10. 1894 von der Kaiserlichen Marine in Dienst gestellt. Nach einer mehr oder weniger ereignislosen Dienstzeit bei der Flotte und zuletzt als Wohnschiff dienend, wurde das Schiff am 17. 6. 1919 aus der Liste der Kriegsschiffe gestrichen und zum Abwracken verkauft.

Ansicht mittschiffs mit den Schornsteinen

Das Modell zeigt das Schiff nach dem in den Jahren 1898 – 1900 erfolgten Umbau, bei dem S.M.S. HAGEN verlängert wurde und eine neue Kesselanlage bekam. Deutliches äußeres Zeichen dieses Umbaus waren die auf zwei vergrößerte Anzahl der Schornsteine.

Als Planmaterial standen mir die Originalwerftunterlagen aus dem Militärarchiv Freiburg zur Verfügung sowie eine Reihe von aussagekräftigen Fotos, die ich im Laufe der Zeit gesammelt hatte. Hier waren besonders die Decksaufnahmen hilfreich.

Der Rumpfbau in Spantenbauweise

Das Modell ist im Maßstab 1:100 gehalten und hat somit eine Länge von 86,13 cm. Meiner Modellbauphilosophie entsprechend, ist es als Wasserlinienmodell gebaut. Wie aus den Fotos ersichtlich, entstand der Rumpf in traditioneller Spantenbauweise mit dann aufgebrachter Außenhaut aus Holzleisten. Um eine gute und stabile Oberfläche zu erhalten, wurde eine GFK Auflage, bestehend aus zwei dünnen Glasfasermatten mit Harz aufgebracht.

Aufbau der Kommandobrücke

Der weitere Auf- und Ausbau des Rumpfes, der Aufbauten und der Deckshäuser wurde mittels Holz, Messing und Polystyrolplatten sowie Resinteilen bewerkstelligt. Bei den kleineren Teilen wie Deckslichter, Lüfter oder Geschützschilder konnte ich auf bereits vorhandene Rohbauteile zurückgreifen, die ich von einem Modellbaukollegen erwerben konnte.

Eines der Beiboote

Die Bootsschalen entstanden im Tiefdruckverfahren aus 0,3 mm starken Polystyrolplatten. Diese Schalen wurden dann entsprechend den Unterlagen ausgebaut und ausgerüstet. Die nicht einfach zu erstellenden Bootsdavits wurden aus weichgeglühten Messingprofilen zusammengelötet.

Der Farbauftrag erfolgte mittels im Handel erhältlichen Sprühdosen.

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