Aktualisiert 16.05.2008

Yachtschoner Germania

Jürgen Willing

Gesamtansicht, Modell im Maßstab 1:75

Vor über 10 Jahren reifte die Idee den vom genialen Max Oertz gezeichneten Yachtschoner GERMANIA von 1908 zu bauen.

Die im Handel erhältlichen Pläne waren mir nach dem Studieren diverser Fotos nicht befriedigend. Vor Allem war (ist) das Rigg zu simpel dargestellt.

Dabei kamen die Fragen auf, wie wechselte man Segel während einer Regatta, wie schifftete man das Vortopsegel an der Kreuz auf die andere Seite, oder wie fuhr man das Grossstengestagsegel beim Kreuzen, wo es doch so ein Vorstenge- Achterstag gab, oder wie wechselt man das Grosstopsegel bei einer Regatta, usw.?

Bugzier

Aus eigener Erfahrung und sichten vieler Fotos von Yachtschonern, entstand für mich ein doch viel filigraneres Rigg.
Doch begann ich erst einmal mit dem Rumpf. Dieses mal auf dem Greenpeaceschiff OLDENBURG (ein umgebauter, ehemaliger Raddampfschlepper), mit dem eine Walausstellung & ich im östlichen Deutschland unterwegs waren.
Die Rümpfe meiner Modelle sind immer auf einem Schiff entstanden.
Eine falsche Recherche waren die dargestellten Plattengänge

Bugaufsicht

Natürlich waren 1908 die Schiffbauer der Germania-Werft in Kiel schon lange in der Lage, 'unsichtbar', glatt zu nieten. Aber da gab es einen "Fachmann", der sich todsicher war und ich war alleine auf einem Schiff in Lauterbach / Rügen.

Nun ja, Deckslayout und Rigg entstand dann später zu Hause.

Das Deck ist aus Ahorn mit schwarzen Tape als Fugen, Decks -& Riggbeschläge sind aus Messing, Grätings aus 0.5er Holz gesägt (schwierig!). Das stehende Gut, div. Fallen sind aus 0.2er-0.4er Draht-'seil', wo angebracht gekleidet.

Spannschrauben 1mm links - rechts selbst hergestellt. Segel, Baumwolle mit aufgezeichneten Nähten. Skrollwerk ist Phantasie, habe noch keinen gefunden, der es richtig machen kann.

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