Aktualisiert 01.08.2011

Cutter „GENESTA“

Jürgen Willing

der fertige Rumpf

Englischer Herausforderer des Amerikas Cup von 1885
Der englische Yachtkonstrukteur John Beavor-Webb zeichnete für Sir Richard Sutton, Mitglied des Royal-Yacht-Squadron, eine für die Zeit in England typische ‚plank on edge‘ Yacht. (LüA - Br 1:6, 4)
Sie wurde 1884 auf der Glasgower Werft D. & H. Henderson in Eiche auf Stahlspanten gebaut. Nach Fertigstellung schlug sich GENESTA so erfolgreich mit der englischen Yachtszene, dass Sutton den New York-Yacht-Club um den A.C. herausforderte.

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Auf Grund der Rating Rules hatte sich in der Yachtszene eine flachgehende, breite Yacht mit Schwert entwickelt, die s.g. ‚skimming dish‘.
Als in New York bekannt wurde, dass der Herausforderer ein extrem schmales, tiefgehendes Boot an den Start führen wollte, von der man auch noch etliche Wunderdinge berichtete, begann man dort über einen Kompromiss nachzudenken.
Der Konstrukteur Edward Burgees zeichnete einen typischen ‚skimming dish‘ aber doch deutlich tiefer als gewöhnlich, die „PURITAN“

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Mit einem Gewicht bei gleicher Länge von 105 t, war sie 1/3 leichter als „GENESTA“, z.B. hatte sie ca. 80t Blei am Kiel, „PURITAN“ nur 47t, dafür ein Schwert welches ca. 6m tief ging.
Die Geschichte der Rennen um den A.C. ist bekannt, „GENESTA“ war das schnellere Boot, verlor aber durch Fairness und Segelfehler.
GENESTA war eine reine Hochseeyacht, welches ihr Skipper John Carter, nach der Atlantiküberquerung schwärmerisch kund tat.

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Sie hatte ein phantastisches Seeverhalten, segelte aber sehr nass. In den 1890ger Jahren ersegelte sie noch etliche Siege ein, wurde dann zur Ketsch umgeriggt und 1900 abgebrochen.
Nach Fertigstellung der PURITAN, befasste ich mich nun mit GENESTA, um den interessanten Unterschied der Rumpfformen darzustellen.
Mühselige Recherche zeigte, dass es nicht viele Unterlagen über dieses Boot gibt.

Fertig

Es gab auch keine Vergleichsmöglichkeit, da es scheinbar nur noch ein Modell im modelroom des NYYC gibt und da darf man leider nicht fotografieren. Doch am Ende gaben die gefundenen Fragmente genug Verwertbares, um eine Rekonstruktion anzugehen.

Rumpf: Kieferplanken auf Spanten, Deck aus hellem Nussbaum, Aufbauten Birne, Mast & Spieren aus Linde, Beschläge Messing und Kupfer, Rigg aus Feindraht, geschlagenes Tau von A. Gondesen, Unterwasser Kupfer gebeizt.
Modellmaßstab 1:50
Maße des Originals: LüA. 42.85m, LaD 29.45m, B 4.57m, T 4.09m, 150t, Segel 742 qm

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