Aktualisiert 30.08.2016

Rostocker Rahgaleasse HELENE

Dieter Marung

Seitenansicht STB

In der Zeitschrift „Modellbau heute“ erschienen in den 80iger Jahren mehrere Beilagen mit typischen Vertretern der Ostseeschifffahrt. In der Ausgabe 11/1985 erschien dann als vierter Schiffstyp die Beschreibung einer Rostocker Rahgeleasse von 1820.
In dem Artikel beschreibt der Autor, Herr Detlev Lexow, die Geschichte dieses Schiffstyps und seine Eigenarten.
Leider gibt es kaum Quellen zur Konstruktion der Galeassen um diese Zeit. Herr Detlev Lexow hat sich deshalb u.a. auf die vorhandenen Kapitänsbilder der Rostocker Galeasse "Helene" gestützt.

Kapitänsbild der HELENE © Schifffahrtsmuseum Rostock

Die Galeasse "Helene" wurde 1817 von Hans Elias Ramm in Rostock gebaut. Mit 75 Lasten war sie damals ein mittelgroßes Schiff dieses Typs. Nach dem Bielbrief hatte das Schiff eine Kiellänge von 20,2m, eine Breite von 7,1m und eine Raumtiefe von 3,4m. Der erste Schiffer F. C. Gerdes führte die "Helene" bis 1828. Sein gefährlichstes Erlebnis war offenbar eine Sturmfahrt am 17. Januar 1818. Zehn Jahre danach ließ er von E. E. Schacht ein Kapitänsbild anfertigen, das sich heute im Schiffahrtsmuseum Rostock befindet.
Nach zweimaligem Besitzerwechsel übernahmen 1852 J. Bradhering und P. M. Vick aus Wustrow das Schiff. Bradhering ließ das Schiff 1857 von dem Kieler Lotsen Heinrich Reimers malen. 1862 wechselte die "Helene" noch einmal den Besitzer und strandete ein Jahr später auf der Fahrt von Rostock nach Memel bei Rönne auf Bornholm.

Heckansicht

Die Geschichte dieses Schiffstyps und der beiliegende Plan waren so interessant dass ich dieses Modell bauen wollte.
Das im Maßstab 1:50 gebaute Modell ist 78 cm lang, 30 cm breit und hat eine Höhe von 57 cm. Als Material verwendete ich Birnbaum und Ahorn. Die schwarzen Barghölzer sind aus Ebenholz.

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